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2004

München begrüßt das olympische Feuer - Athen 2004

Am 26. Tag ihrer Reise durch fünf Kontinente erreicht die Olympische Flamme am 29. Juni 2004 die bayerische Landeshauptstadt, bevor sie am 13. August 2004 im Olympiastadion von Athen den Beginn der XXVIII. Olympiade kennzeichnen wird.

München feiert dieses Ereignis gebührend auf dem Marienplatz. Eigentlich logisch, dass hier auch griechische Musik und griechische Lieder erklingen müssen. Wer wäre dafür im Münchner Raum prädestinierter als der Griechische gemischte Chor unter Leitung von Nikos Hondrogiannis zusammen mit dem Joseph-Haas-Chor aus Bad Aibling. Beide Chöre haben schon des öfteren wunderbare Konzerte veranstaltet und sind ein eingespieltes Team.

Als gegen 19 Uhr nach langem Warten endlich die Fackelläufer die Flamme herantragen und das Feuer in der Schale entzünden, ist das schon ein erhebender Augenblick. Der Joseph-Haas-Chor ist auf dem Rathausbalkon placiert, der Griechische Chor sowie das Ensemble Carmina Viva München und das Orchester befinden sich auf der Freilichtbühne. Dirigiert von Hartmut Zöbeley schmettern wir nun vereint die Olympische Hymne hinaus auf den Marienplatz.

Während der Ansprachen kämpft sich der Joseph-Haas-Chor mühsam vom Rathaus zur Bühne durch, und Nikos Hondrogiannis übernimmt das Dirigentenpult. Als die ersten Bouzouki-Klänge über den Platz tönen, erhebt sich ein tausendstimmiger Jubel aus der Menschenmasse und steigert sich noch, als die Chöre sechs griechische Lieder (bis auf eines stammen alle aus der Feder von Mikis Theodorakis) zum Besten geben. Wir singen mit Begeisterung und inzwischen auch ganz selbstverständlich die griechischen Texte und lassen uns gerne von der überschäumenden Freude des (zahlreichen griechischen) Publikums anstecken. Der Funke springt vom ersten Augenblick über und wir erleben wahre Beifallsstürme. Der Gedanke der Völkerverbindung wird gelebt!

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Konzert: 500 Jahre geistliche Chormusik (14. März)

An den Festivitäten im Aiblinger Jubiläumsjahr (1200 Jahre epininga) beteiligte sich der Joseph-Haas-Chor mit einem eigenen Konzert, welches am 14. März 2004 in der evangelischen Christuskirche Bad Aibling aufgeführt wurde.

Chorleiter Johannes Mangels hatte ein äußerst eindrucksvolles, ausgewogenes Programm zusammengestellt, und wochenlang waren er und sein Chor mit Probenarbeit beschäftigt. Der Bogen der mit Freude und Engagement vorgetragenen Werke spannte sich vom 16. bis ins 20. Jahrhundert: Von Orlando di Lasso, Adam Gumpelzhaimer, Gregor Aichinger, Hans Leo Hassler, Heinrich Schütz, J. S. Bach bis W. A. Mozart, Franz Schubert, Anton Bruckner, Max Reger, Hugo Distler und Lorenz Maierhofer. Eine besondere Referenz erwies der Chor seinem Namensgeber Joseph Haas (1879 - 1960) mit dem 1. Satz aus der Kanonischen Motette 2.

Das Streichquartett um Silvia Schmidbaur schlug die Brücke zwischen den Epochen mit Stücken von Susato, Bach und Schumann und begleitete den Chor, der durchwegs a capella sang, beim Ave verum von Mozart. Solistisch betätigten sich Susanne und Karl Sareiter mit "Let the bright Seraphim" aus Händels "Samson". Großartig erklang das Benedictus aus Mozarts "Spatzenmesse", gesungen von den Chormitgliedern Susanne Sareiter (Sopran), Nicole Reißmeier (Alt), Karl Sareiter (Tenor) und Chorleiter Johannes Mangels (Baß), der ja außerdem die Solisten und das Streichquartett sowie den ganz zum Schluß einfallenden Chor dirigierte.

Zwischen den einzelnen Blöcken zeichnete Johannes Mangels ein höchst anschauliches Bild über die Entwicklung des geistlichen Chorgesanges. Mit J. S. Bachs "Jesus bleibet meine Freude" aus der Kantate BWV 147 setzten Chor, Streicher und Orgel (Stephan Huber) den Schlußpunkt zu diesem wohlgelungenen Konzert.

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Kulturpreis 2004 der Stadt Bad Aibling (29. Februar)

In einem Festakt wurden der Joseph-Haas-Chor sowie die Sundergauer Sänger am 29.02.2004 mit dem Kulturpreis 2004 der Stadt Bad Aibling ausgezeichnet.

Der Joseph-Haas-Chor eröffnete die Feier mit zwei Liedern. Beide Gruppen stünden für vorzügliche Kulturarbeit in Bad Aibling. Der Preis solle zeigen, welche Schätze in unserer Stadt vorhanden sind, so Erster Bürgermeister Felix Schwaller in seiner Eröffnungsrede. Der Kulturreferent des Landkreises, Klaus J. Schönmetzler, hob in seinem Festvortrag die stolze Tradition von Gesangsvereinen in Bayern hervor; er umriss im besonderen die Entstehungsgeschichte der damaligen Liedertafel Aibling, die 1845 von Landgerichtsarzt Dr. Desiderius Beck gegründet wurde. Dieser reine Männerchor sang fortan beim Schottenwirt zur Erbauung und Kurzweil der Kurgäste. Der 1966 in Joseph-Haas umbenannte, inzwischen längst gemischte Chor wird seit 1975 von Johannes Mangels geleitet. Eine Gemeinschaft, die von Qualität und auch einem Hauch Abenteuer geprägt sei. Auftritte in München und Athen, Schallplatten- und CD-Einspielungen, Mitwirkung bei Musicals, Theater, Stadtspiel - der Joseph-Haas-Chor sei offen für alles, so Schönmetzler.

Die Urkunde sowie eine finanzielle Anerkennung nahmen für den Chor die Erste Vorsitzende Marlene Liegl sowie Chorleiter Johannes Mangels entgegen. Marlene Liegl bedankte sich herzlich für die Auszeichnung und führte an, dass der Chor 500 Euro an die Pfarrei St. Georg zum Neubau des Pfarrheimes spenden würde.

Der Chor rundete die Feier mit einem Lied von Hubert von Goisern sowie einem Spiritual ab und gab als Zugabe noch das vergnügte "Old McDonald's walk around" zum Besten.

Ein Stehempfang im Foyer des Kurhauses beschloss diesen Abend.

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2003

Chorausflug nach Feldthurns in Südtirol zum Singen und Törggelen  am 8. und 9. November (siehe auch Galerie)

Schneegrieseln im Wipptal, Regen, Schnee und klamme Kälte in Feldthurns. Keine Lust zur Ortsbesichtigung. Wir betrachten lieber ausgiebig und fröstelnd das sehenswerte Innenleben des dortigen Renaissance-Schlößchens. Dann steuern wir unser Quartier außerhalb von Feldthurns an. Der Bus muß nur erst geschwind 5 km nach Brixen runterfahren, weil wir akrat aus der verkehrten Richtung kommen und auf dem schmalen Bergsträßchen absolut keine Wendemöglichkeit besteht. Während wir den 1. Gang des Abendessens verzehren, fährt der Bus wieder mal nach Brixen zum Umkehren, damit wir dann ohne Verzögerung zur Kirche gekarrt werden können.
Mittelviele Gläubige besuchen die Vorabendmesse, die der Joseph-Haas-Chor musikalisch ganz großartig gestaltet mit Werken von Bach, Menschik, Schubert, Rimski-Korsakow. Mit Regenschirm sausen wir zum Bus, der schon in der richtigen Richtung steht und wir setzen beim Wöhrmauer unser Törggelen fort.
Der Sonntag zeigt sich im Sonnenschein. Nach den schon bekannten Berg- und Talfahrten im Bus verlassen wir diesen in Feldthurns und wandern auf dem wunderbaren Keschtenweg nach Säben, singen dort in der interessanten Felsenkirche des Klosters spontan zwei Lieder und wandern weiter nach Klausen. Mittags- und Nachmittagseinkehr und dann auf geradem Wege in die Heimat.

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Eröffnung der Kunstausstellung "Ansichtssache" der Aiblinger Malerin Jutta Sigmund im Haus des Gastes am 7. Juni.

Jutta ist Alt-Sängerin im Joseph-Haas-Chor. Sehr gerne kamen wir Jutta's Bitte, die Vernissage musikalisch zu umrahmen, nach. Der Chor agierte mit einer unbändigen Lust am Singen, mit richtig praller Freude und Einsatz. Unsere vier Stücke

kamen spritzig, lebendig, sauber gesungen. Außerdem überraschte die außerordentlich gute Akustik in der Galerie. Das letzte Lied wurde gekonnt mit Bongos, Claves, Schellenbaum und Kastagnetten begleitet und sorgte damit für einen schwungvollen Abschluß unserer Darbietung.

1998

Griechenlandfahrt vom 28. August bis 5. September

Durch unsere Verbindung zu einem deutsch-griechischen Chor aus München/Athen folgten 42 JOSEPH-HAASler der Einladung zu einem Choraustausch zwischen der griechischen Hauptstadt und Bad Aibling.

28. August: Vom Athener Flughafen werden wir direkt an einen Badestrand zum Abkühlen gekarrt. Am Spätnachmittag Besichtigung des Poseidon-Tempels auf Kap Sunion mit atemberaubenden Tief- und Weitblicken. Am späten Abend erreichen wir die Ferienanlage unserer griechischen Freunde in Kalamos am Golf von Euböa.

29. August: Busfahrt nach Delphi. Besichtigung der großartigen Altertümer bei über 40 °C. Trotz der Gluthitze laufen fünf Chormitglieder übermütig eine Runde im Stadion. Nachmittags gibt's wieder eine Badepause und später besichtigen wir das Kloster Osios Lukás.

30. August: Im Ferienlager hissen wir die mitgereiste Rautenfahne und singen die Bayernhymne. Mit unseren Betreuern wohnen wir im Muttergottes-Kloster dem Sonntags-Gottesdienst bei. Der Nachmittag gehört den Athener Sehenswürdigkeiten mit dem Besuch der Akropolis als Krönung.

31. August: Von Piräus aus schippern wir zur Insel Ägina. Im Kloster Ag. Nektários müssen unsere Männer lange Röcke über ihre Bermuda-Shorts ziehen - kein Einlaß in kurzen Hosen. Sie, die Männer, fühlen sich sichtlich unwohl. In Ägina-Stadt ist später baden, bummeln, griechisches Leben studieren angesagt. Überfahrt aufs Festland im goldenen Licht der Abendsonne und dann im Bus durchs Lichtermeer von Athen.

1. September: Wir besichtigen die Metaxa-Fabrik. Benebelt vom intensiven Alkoholgeruch singen wir ein fröhliches Ständchen und lassen uns später am heimatlichen Strand vom Wind auslüften.

2. September: Gut 500 Zuhörer sitzen erwartungsvoll im Konzertsaal der Kirchengemeinde Keratsini in Piräus, um den Joseph-Haas-Chor singen zu hören. Der Bogen unserer Darbietungen, die allesamt ganz großartig gelingen, spannt sich vom deutschen Volkslied über Orff, Bardoz, Lennon weiter zu Madrigalen aus dem 16. und 17. Jahrhundert bis zu Gospels und Spirituals; wir beenden das Konzert mit einem baierischen Teil, wobei hier das Akkordeonspiel unseres Tenorsängers Konrad das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißt. Die Zuhörer zollen endlosen Beifall.

3. September: Am frühen Nachmittag werden die Vorbereitungen zu unserem Abschiedsabend eingeläutet. Wir sehen zu bei der sachkundigen Präparierung der drei frisch geschlachteten Lämmer, die wir am Abend knusprig gebraten verspeisen. Unsere jungen griechischen Freunde tragen Nationaltracht, spielen griechische Weisen, führen ihre heimatlichen Tänze vor.

4. September: Schwer fällt der Abschied. Wir haben Freunde gewonnen, sind glücklich und sehr dankbar für diese gemeinsame Woche, die uns so überaus bereichert hat.

1905

Sängerfahrt nach Erding am 01./02./03. Juli 1905

Einer Einladung der Liedertafel Erding zu deren 60. Stiftungsfeste am 01., 02. und 03. Juli 1905 Folge leistend, begab sich eine Deputation bestehend aus den Herren Perzlmayer, Wys und Zehetmaier mit Fahne am 01. Juli 1905 nach Erding; eine prachtvolle Illumination des Stadtparkes bildete den Glanzpunkt des Festes. Beim Festzug war urplötzlich der brave Fähnrich samt Fahne verschwunden warum und wohin das wissen die Götter; die Riesendeputation noch um einen gekürzt mussten die zwei wackeren Perzl und Wys Aibling beim Festzug vertreten, dafür rächten sie sich furchtbar durch geradezu staunenswerte Leistungen im Suff und die biederen Erdinger sahen voll stiller Bewunderung auf diese edlen Kämpen, die drei volle Tage aushielten und dann noch ungern schieden.

Sängerfahrt nach Grafing am 08./09. Juli 1905

Der 08. und 09. Juli 1905 sah 18 Herren und 3 Damen bereits wieder auf einer Sängerfahrt, galt es, doch, das 10-jährige Jubiläum der Grafinger Liedertafel mitfeiern zu helfen. Mit 2 Prachtchören, dirigiert vom I. und II. Herrn Chormeister, hat denn auch dort unser Verein glanzvoll abgeschnitten; aber nicht nur im Gesang sondern ebenso in Lustigkeit und Fidelität waren d'Aiblinger geradezu hervorragend und in Erwägung und in Erinnerung all dieser guten Eigenschaften konnte Herr Chormeister Bandan nicht umhin, am Festtage selbst in höchsteigner Person morgens 5 Uhr in Unterhose Audienz zu erteilen; während das würdige Kleeblatt Perzl-Wys-Kriechbaumer die Nacht so ruhig verbracht hatten, dass sie am nächsten Morgen statt im Bett, am Boden lagen, sie waren einfach durchgefallen, bis der Boden ihnen sicheren Halt geboten.

Sängerfahrt nach Schliersee am 20. August 1905

Um nicht aus der Übung zu kommen im Singen und Trinken, wurde von den Herren Osendorfer, Eckert Karl und Lorenz Weinberger, Perzlmayer und Zehetmayer am 20. August 1905 Sängerfahrt nach Schliersee unternommen, an welchem Tage der Liederhort Schliersee sein 10-jähriges Stiftungsfest feierte. Obwohl der Besuch angekündigt war, war den gemütlichen Schlierseern es ganz entfallen, jemand an den Bahnhof abzuordnen und erst als unsere Sänger bereits im Markte waren, erschienen auch schon d'Schlierseer" ihrer Aufgabe sich allmählich bewusst werden. Durch Vortrag dreier Soloquartette ernteten d'Aiblinger" wie gewöhnlich, riesigen Beifall.

Sängerfahrt nach Kiefersfelden am 23./24. September 1905

Den letzten der weiteren Sängerausflüge bildete die Sängerreise nach Kiefersfelden anlässlich der 10-jährigen Jubiläumsfeier mit Standartenreihe des Männergesang Kiefersfelden am 23. und 24. September 1905. An diesem Ausflug beteiligten sich 16 Herren mit Fahne. Fröhliche Stunden waren es, die unsere Sänger verlebten. Sonntag früh marschierten die vereinigten Sänger zum Hechtsee um dortselbst einen Gesamtchor zum Vortrag zu bringen, dabei war selbstverständlich auch die Aiblinger Deputation beteiligt, nur unser guter Chormeister Bandan konnte sich nicht aus Morpheus Armen winden und verträumte den wunderschönen Morgen, dafür war er untertags desto lustiger mit seinen Getreuen; auf dem Heimweg wollte er, im Bewusstsein seiner Kraft, einen ihm in den Weg kommenden Schnellzug mit seinem Regenschirm die weitere Fahrt verwehren, doch mit des Geschickes Mächten ist kein ew'ger Bund zu flechten und das Schicksal schreitet schnell, so auch hier, ein abgebrochener Schirm war die Siegestrophäe.